Neun Zehn Verlag

Nützliche Vorräte für veganes Kochen

Vom Hamster abgeschaut: Ein gut gefüllter Vorratsschrank ist Gold wert. Er enthält wichtige Grundzutaten, die in der Regel lange haltbar sind und von denen man ruhig immer etwas parat haben kann. Ein Beutelchen Mehl und den obligatorischen Senf und eine Flasche Ketchup hat ja beinahe jeder zu Hause... Aber richtig eingekauft, kann man es sich auch im Falle eines Schneesturms oder bei lang anhaltendem Balkonien-Urlaub sehr lange kulinarisch gemütlich machen, ohne das Haus verlassen zu müssen.

Starke Helfer

Speisestärke: In der Regel aus Mais- oder Kartoffelstärke, wobei Maisstärke die Gängigste ist. Es gibt sie günstig in jedem Supermarkt. Sie ist leicht zu verarbeiten und sehr vielseitig verwendbar. Unverzichtbar beim Abbinden von Saucen und Suppen, für Teige, Kuchen und Gebäck.

Kichererbsenmehl: Mein Lieblings-Ei-Ersatz. Das eiweißreiche Pulver aus gemahlenen Kichererbsen hilft vor allem bei herzhaften Gerichten wie Knödeln und Späzle, aber auch bei allerlei Teigen zum Beispiel für Waffeln und Crêpes. Hat in rohem Zustand den leicht bitteren Geschmack von rohen Erbsen, der aber in gegartem Zustand wieder verschwindet. Zu finden im türkischen oder Asiatischen Supermarkt oder im Bioladen. Ähnlich funktioniert auch Sojamehl, das es im Bioladen oder auch im gut sortierten Supermarkt gibt.

Reismehl: Gut für Puddings und Pfannkuchen. Gibt’s im Asia-Markt oder im Bioladen.

Weizenstärke/Weizenpuder: Zum Backen; für Biskuit und Co. Kann in der Regel durch die glutenfreie Maisstärke ersetzt werden, die ist günstiger und leichter erhältlich.

Johannisbrot- und Guarkernmehl: Pflanzliche Bindemittel, die praktischerweise ihre Bindekraft schon in kaltem Zustand entfalten. Gut für kalte Saucen wie Mayonnaisen und Dressings. Erhältlich im Bioladen oder gut sortierten Supermärkten

Backpulver: Hergestellt aus Natriumhydrogencarbonat (Natron) und einem Säurungsmittel sowie geringen Teilen Stärke, die als Trennmittel dienen. Backpulver lockert insbesondere Rührteige auf. Da in vielen traditionellen Rezepten die gewünschte „Fluffigkeit“ durch Zugabe von Ei erreicht wird, darf in entsprechendem veganen Backwerk ruhig etwas mehr Backpulver beigegeben werden. Dafür eignet sich Weinsteinbackpulver, da es auch bei größeren Mengen keinen unangenehmen bitteren Beigeschmack erzeugt.


Allrounder:

Hülsenfrüchte, Pasta, Reis, Polenta, Cous Cous: Ob Linsen, Kichererbsen, Basmatireis, Fussili oder Spaghetti. Es lohnt sich immer, etwas von den starken Sattmachern im Haus zu haben.

Nüsse, Cashews, Haselnüsse und Mandeln: Echte Allroundtalente mit wertvollen ungesättigten Fettsäuren, Vitaminen, Mineralstoffe wie Magnesium, Eisen und Zink und bis zu 20% Eiweiß. Für Nusscrèmes, Rohköstliches, zum Backen oder geröstet zum verfeinern von Salaten oder warmen Speisen.

Unterschiedliche Öle wie z.B. Olivenöl und Rapsöl zum Braten und für Dressings. Aromaöle wie Sesamöl, Kürbiskernöl und Nussöle zum verfeinern und abrunden von diversen Speisen.

Praktische Konserven: Gefühlt unendlich lange haltbar. Hülsenfrüchte wie Bohnen oder Kichererbsen aus der Dose sind eine zeitsparende Alternative zu getrockneter Ware. Tomatenprodukte wie -Mark, -Passata oder Pizzatomaten sind sehr hilfreich, nicht nur für schnelle Pastasaucen. Kokosmilch zaubert exotische Akzente. Nur für gesunden Gemüsegenuss empfehle ich dann doch den Gang vor die Tür...

Wichtig ist, dass angebrochene Sachen immer gut verschlossen werden, denn leider kann zum Beispiel die sehr gemeine Lebensmittelmotte leicht mal den kompletten Vorratsbestand an Getreideprodukten und anderen Trockenwaren unbrauchbar machen... Und das möchte man doch bei aller Liebe vermeiden...



aus: vegan genial - aufregend anders kochen von Josita Hartanto erschienen bei NeunZehn

Nützliche Vorräte für veganes Kochen